Stand 23. Februar 2026
Landesliga Süd 2
1 .Spieltag: SF SW Merzhausen – SK Radolfzell
Nach unserem Aufstieg stand am 12.10. die erste Runde der neuen Saison an. Der SK Radolfzell nun in der Landesliga. Hört sich gut an. Die Mannschaftskader dort sprechen indes eine deutliche Sprache: Wir reihen uns ganz hinten ein, es geht vom ersten Zug an gegen den Abstieg, das ist klar. Aber was wäre das Leben ohne Herausforderungen? Also auf nach...äh, Merzhausen? Nie gehört, issendas?
Es erwartete uns kurz hinter Freiburg, nach ungefähr anderthalb Fahrstunden (am Sonntagmorgen um 8!) ein in der Landesliga fest etabliertes Team. Das ist sie also, unsere erste Herausforderung.
Leider mussten wir überdies auf einige Stammkräfte verzichten, dafür sprangen zum Teil kurzfristig Matthias und Ali ein. Herzlichen Dank dafür!
Die Aufstellung sah entsprechend deutlich Merzhausen in der Favoritenrolle. Was stört´s? Sollen die anderen uns doch erst mal zeigen, dass sie besser sind. Entsprechend unbeschwert legten wir los.
In den ersten ein, zwei Stunden zeigte sich, dass wir durchaus mithalten können. Matthias (Brett 7) gelang es, eine aktive Stellung herbeizuführen, die jedoch nichts mehr hergab, da sein junger Gegner sich umsichtig verteidigte. Aber das Remis stand. 0,5:0,5 Das war ein guter Anfang. Selbst (Brett 5) kramte ich auf dem Brett nach dem entscheidenden Zug herum, der Typ da auf der anderen Seite allerdings auch. Und genau so sah er es auch. Wir waren uns also bald einig, zumal an den anderen Brettern nicht wirklich ein Ungleichgewicht zu entdecken war. 1:1
Ahmed, neu am Spitzenbrett, hatte einen quirligen Gegner, die Partie verlief ziemlich außerhalb gewohnter Bahnen. Leider griff er einmal fehl, was nicht wieder gutzumachen war. 1:2
Ali hielt am 8. Brett starkem Druck lange stand, griff allerdings auch einmal fehl. Schade, da wäre mehr drin gewesen! 1:3
Sollte das etwa so weitergehen? Schön wäre das nicht, aber jetzt kam Radolfzell mit der zweiten Luft: Die verbliebenen Brettern gaben Grund für Optimismus. Ging da noch was? Erstmal...nicht. Denn die folgenden drei Stunden brachten den Kiebitzen ein zähes, aber spannendes Ringen:
Graham (2.) hatte einmal einen Bauern mehr, den er allerdings einbüßte. So sehr, dass er in einem Endspiel mit Läufer plus 2 Bauern gegen 2 Laufer plus einem Bauern landete. Das tat natürlich weh. Schwierig, aber nicht unbedingt verloren.
Olegs Partie (3.) war lange ausgeglichen. Ein gegnerischer Bauernschlenker jedoch brachte ihm minimalen Vorteil. Auf den spielte er jetzt.
Thomas (4.) richtete sich in einer defensiven, aber festen Position ein, was seinen Gegenüber veranlasste, mittels Läuferopfer (gegen zwei Bauern) zu versuchen, vorzupreschen. Ob das korrekt war? Jedenfalls entspann sich ein heftiger Abwehrkampf. Klar war nur, wenn Thomas das überstand, müsste ihm der Punkt zufallen.
Rückkehrer Roman (6.) hatte die wildeste Partie, heterogene Rochaden und Attacke! Ein Gefecht mit allerlei Finten, Rückzügen und Springern, die kreuz und quer über die Felder gehetzt wurden.. Das Brett stand in Flammen! Schließlich ergattertet Roman erst einen Bauern, dann einen weiteren, aber entschieden war noch lange nichts...
...während in der Zwischenzeit Oleg mit bärenstarker Technik glänzte, immer mehr Druck entfachte und schließlich den entscheidenden Bauern vorantrieb. Dem war nichts mehr entgegenzusetzen. 2:3
Roman stand dem nicht nach, nur eben auf seine Art: Nach den Bauern bändigte er einen Gaul seines Gegners und baute diesen Materialvorteil uneinholbar aus. 3:3, wir waren zurück im Spiel!
Graham verteidigte sich mit Klauen und Zähnen, sah sich allerdings einem bundesligaerfahrenem Routinier gegenüber, der nahezu traumwandlerisch sicher wusste, wie er diesen Stellungstyp zu behandeln hatte. So knüpfte er ein stilles Mattnetz, aus dem es kein Entrinnen gab. 3:4
Blieb Thomas. Der kämpfte und versuchte, machte und tat, sich aber in der Stellung nicht mehr zurechtfand. Irgendwo riß der Faden dann und blieb liegen, leider. Schlußendlich fehlte - wie könnte es an so einem Tag anders sein? - genau ein Tempo. Nach sechs Stunden Spielzeit. Schach kann manchmal dreckig, mies und hundsgemein sein. 3:5
Schade, verloren. Aber wir haben gezeigt, dass wir angekommen sind, da oben in der Landesliga. Merzhausen war stark, dabei ein sehr angenehmer Gegner. Der Kaffee war auch gut. Fazit: Wir kommen gerne wieder. Und werden uns dafür anstrengen. Am nächsten Spieltag (9.11.) wartet Engen auf uns. Die sind dann auch hochfavorisiert. Lassen wir´s uns vorspielen!
(Reinhold Hall, 24.10.2025)
2. Spieltag: SK Engen – SK Radolfzell
Am 9.11. fuhren wir nach Engen, zum in der Landesliga etablierten SK. Das ein oder andere Brett hätte den ein oder anderen halben Punkt mehr (oder auch weniger) holen können, aber es stellte sich heraus, dass die Gastgeber insgesamt einfach stärker waren als wir. Insofern ging unsere 3:5-Niederlage in Ordnung. WIr erwarben uns immerhin Respekt.
3. Spieltag: SK Radolfzell – SK Donaueschingen
Heute (30.11.) empfingen wir Donaueschingen, die wie wir mit zwei Niederlagen gestartet waren. Es ging also um viel. Leider fiel wenige Stunden vor Spielbeginn ausgerechnet Oleg aus weil krank, was Thomas erhebliche Mühe bescherte: Alle in Frage kommenden Ersatzspieler waren entweder auch krank oder nicht greifbar. Erst kurz vor dem Anpfiff kam noch Entwarnung: Ela hatte kurzfristig Zeit und setzte sich ans Brett. Also gerade noch vollständig, uff! Donaueschingen kam in guter Besetzung, mit der gefürchteten Doppelspitze, ein harter Fight war zu erwarten, Vorsichtig abgetastet wurde nicht an allen Brettern, man sah, ob vorbereitet oder nicht, außergewöhnliche Eröffnungen. Ein Hauch von Abenteuer lag in der Luft!
In der zweiten Stunde gingen die etwas ruhigeren Partien friedlich zu Ende: Thomas (3.) blockte ebenso jede gegnerische Initiative wie Ela (8.), die eine stabile Leistung bei ihrem ersten Landesliga-Einsatz aufrief, ihr Gegner hatte immerhin knapp 250 DWZ-Punkte mehr. (1:1) Danke nochmal fürs Einspringen!
Nicht lange ließ die nächste Entscheidung auf sich warten: Christian sah sich einem plötzlichen Königsangriff ausgesetzt, den er kühl mit Damefangfantasien konterte. Wirkte durchaus vielversprechend. Nur, dass auf einmal nicht die weiße Dame, sondern der schwarze König im Netz zappelte. Da muss wohl eine Masche falsch geknüpft worden sein. (1:2)
Schade, aber dafür hatten Roman (6.) und ich (5.) inzwischen ungefähr gleichen Materialvorteil, jeweils eine Leichtfigur gegen ein bis zwei Bauern. Den nächsten Punkt fuhr allerdings Thore (4.) ein, der seinen Gegner in einer halboffenen Partie glatt überspielte. Aufbauen, Öffnen, Ernten. Der wichtige Ausgleich. (2:2) Die noch offenen Partien waren die wilden, die mit den außergewöhnlichen Eröffnungen. Muntere Spielchen, die unsere Zuschauer heute zu sehen bekamen. Und es war gut, sie hier bei uns zu wissen, zu wissen, wir wurden unterstützt. Danke für Euer Kommen, Matthias, Günther, Ulrich... Mit diesem Rückenwind war es an Roman, die Führung zu erzielen. In einer furiosen Angriffspartie jagte er den gegnerischen König, bis diesem die Felder ausgingen. 3:2, wir waren erstmals in Führung! Doch die hielt nicht lange, denn Graham hatte es am 2. Brett mit einem bestens aufgelegtem Widersacher zu tun, der ihn sehr findig überspielte. Da war leider nix zu machen: 3:3 Noch zwei Partien. Mein Gegner verhunzte die Eröffnung, so dass ich mit einer Leichtfigur für zwei Bauern gut rauskam. Anschließend fand er nicht die stimmigsten Fortsetzungen, sondern ließ Materialtausch zu. Das nahm ich gerne mit und den Punkt im Endspiel dann auch. Jetzt aber: 4:3 für uns und nur noch Ahmed am Spitzenbrett, ihm gegenüber der Donaueschinger Spitzenspieler, ca. 220 DWZ schwerer. Ahmed aber brannte mit Schwarz, lavierte, setzte Nadelstiche und zeigte seine seit langem beste Leistung. Selbst in der Analyse war nicht zu sehen, wie Weiß in dieser Partie „mehr“ hätte erreichen können. In beiderseitiger Zeitnot blieb ihm daher nichts anderes übrig, als das Remis zu nehmen. 4,5:3,5! Heute hatten wir uns mehr als nur Respekt erkämpft. Der erste Sieg! Das mach Mut.
Mit 2:4 Punkten gehen wir hoffnungsvoll in die Winterpause. Am 11.1.2026 geht es in Villingen-Schwenningen weiter.
(Reinhold Hall, 10.12.2025)
4. Spieltag: SC Villingen-Schwenningen – SK Radolfzell 5,5:2,5
Heute ging eine Winterreise nach dem "schneeverwöhnten" Villingen-Schwenningen. Trotzdem: Pünktlich gegen 9.45 Uhr standen wir vor dem Spiellokal. Und warteten. Unf froren. Bis 10 Uhr geschah...nichts. Manchmal sitzt einem dann ein kleines Teufelchen auf der Schulter, was einem zuflüstert, einfach an Ort und Stelle eine halbe Stunde zu warten und wieder heim zu fahren. Nicht ohne dem Spielleiter mitzuteilen, dass man ein kampfloses 8:0 mitzunehmen gedächte. Andererseits wollten wir ja Schach spielen. Schließlich riefen wir bei "VS" an und erfuhren, dass der Ort des Geschehens heute ein anderer sei,"Spiellokal 2" genannt. Stand so nirgends, schon gar nicht im offiziellen Spielplan. Auch gut. Also umgesiedelt und die erwartet starke Heimacht angetroffen. Die spielen um den Aufstieg, soviel war klar. Wir? Naja, "gekommen, um zu bleiben" ist noch immer unser großes Ziel. Somit die Rollen verteilt.
Drei Stunden lang hielten wir immerhin mit, dann kam binnen fünf Minuten die Trippel-Null: Ahmed (1.) wurde sehr stark überspielt, Roman (6.) erlag einer taktischen Versuchung, die nur seine Königsfeste sprengte, und Matthias (8.), der heute freundlicherweise für Oleg einsprang, verlor erst einen Bauern und schließlich den Faden. 0:3, damit war die Messe eigentlich gelesen.
Christian (7.) brachte uns mit einem fein herausgespielten Mehrbauernendspiel noch einmal ran, 1:3, anschließend hielt Thomas (3.) den halben Punkt in einer schwerblütigen Partie fest. Thore (4.) wurde bei heterogenen Rochaden übel abgefischt. Und zappelte nur noch. So sehr allerdings und und so nervig für seinen Gegner, dass er sich aus diesem Netz tatsächlich mit einem halben Punkt herauswand. Das war ganz stark! 2:4. Leider misinterpretierte ich (5.) meine Partie, als mein Gegner mir später bei aufkommender Zeitnot Chancen einräumte, ließ ich die auch noch liegen. Verdientermaßen behielt er so den Punkt: 2:5. Zuletzt spielte nur noch Graham, der auf wilde Spekulationen verzichtete und stattdessen aus fester Deckung fightete. Sein Gegner fand keine Lücke, und so wurden schlueßendlich die Punkte geteilt. 5,5:2,5 für Villingen-Schwenningen.
Ein paar Lichtblicke gab es trotz der Villinger und Schwenninger Überlegenheit also immerhin, und wir wurden ähnlich verabschiedet wie in Merzhausen, nämlich mit den Worten "bis nächstes Jahr" – schön wäre es ja.
Davor jedoch kommt am 1.2.26 der nächste Prüfstein, wenn wir den Tabellenführer aus Konstanz empfangen.
(Reinhold Hall, 11.1.2026)
5. Spieltag SK Radolfzell – SVG Konstanz
Ausgerechnet gegen den Spitzenreiter der Liga fiel uns fast die halbe Mannschaft aus. Spielführer Thomas wurde übrigens nicht nur von uns, sondern auch vom Gegner vermißt ("Wo isch denn de Isele-Thomas?"). Dankenswerterweise sorgten Friedemann, Matthias und Ali dafür, dass wir vollzählig antraten. Das war wichtig, damit da nicht gleich ein -:+ auf der Spielberichtskarte stand. Wir hatten uns vorgenommen, Brettpunkte zu sammeln, was mehr kommen würde, würde freudig mitgenommen. Die Aufstellungen wurden gewechselt, ein kurzer Blick darauf: Es gab nicht ein Brett, an dem die DWZ-Differenz weniger als 100 Punkte betrug. Mist, die nehmen uns ernst! Naja, wen wundert's, hatten wir ihnen doch vor zwei Jahren fast den Aufstieg versaut, eine Liga tiefer damals, mit einem denkwürdigem 4:4.
Also los.
Zwei Stunden hielten wir dagegen, Friedemann (6.) kam aus einer dynamischen Heckmeck-Eröffnung mit einem Mehrbauern in dynamischer Stellung heraus. Ahmed (0:1) stellte sich hingegen dem stärksten Spieler der Liga entgegen und geriet bald in die Defensive, wie es eben so ist, wenn an der anderen Seite des Brettes ein IM sitzt. Alles andere... lief so, keine großen Ausschläge. Man hat indes immer die Namen derer, die da aus Konstanz kamen, im Hinterkopf. Vielleicht eine nicht ganz so hohe Niederlage heute, irgendwas "ehrenvolles" jedenfalls? Mehr? - Kaum denkbar.
Zu Beginn der dritten Stunde nahm dann das Schicksal seinen Lauf:
Ausgerechnet Friedemann vertauschte zwei Züge und ging daraufhin glatt ein. (0:1) Das war schade. Ali (8.) wurde kurz danach taktisch aufs Kreuz gelegt (0:2). Die anderen Bretter? Roman (5.) mit einem Trick zum Bauern mehr, aber fürchterlich versponnen, die Stellung. Nicht abschätzbar. Sonst? Ahmed wurde böse massiert, hielt aber durch. Oleg (2.) auch gegen so einen Riesen. Da die Balance zu halten, würde nicht leicht werden. Thore (3.) neutralisierte seinen Gegner, das war solide. Er lehnte sogar ein Remisangebot ab. Selbst (4.), naja, mal so, mal so. Jeder darf mal besser stehen, ohne, dass das Gleichgewicht verloren ging. Matthias (7.) unter Druck, aber standhaft. Eine unbequeme Position dennoch.
Schließlich kam es bei Thore zur Punkteteilung (0,5:2,5), reife Leistung. Kurz danach ging Ahmed jedoch eine Leichtfigur flöten. Man kann eben nicht auf alles achten, wenn der Gegner so druckvoll spielt (0,5:3,5). Auch Oleg ging alsbald in die Knie, irgendwo konnte er einen Bauern nicht halten, später die Partie. OK, heute keine Sensation: 0,5:4,5. Drei Partien liefen noch, zunächst fuhr ich meine dem ausgeglichenen Verlauf nach folgerichtig in den friedlichen Remishafen (1:5), einige Zeit später brach Matthias' Stellung allerdings zusammen und wurde unhaltbar. (1:6). Zu guter letzt gab Roman seinen Bauern wieder her (musste?), um in einem wiederum komplizierten Endspiel mit womöglich leicht besseren Aussichten zu landen. Nicht gut genug, sie umzusetzen, aber mit der Punkteteilung kann man zufrieden sein.
1,5:6,5 schlussendlich. Mehr war heute einfach nicht drin, wir haben geholt, was ging. Weiterhin bleiben wir hinten drin, wie auch erwartet, aber nicht ohne Chancen. Die nächste am 22.2. bei der Oberliga-Reserve von Zähringen.
(Reinhold Hall, 1.2.2026)
6. Spieltag FSF Zähringen 1887 II – SK Radolfzell
Heute ging es mal wieder, fast noch bei Nacht, auf jeden Fall aber bei Nebel, los Richtung Freiburg, wie bereits zum Saisonauftakt in Merzhausen. Um 10 Uhr war schließlich Anstoß. Zähringen war diesmal unser Ziel, wo uns die 2. Mannschaft des Traditionsvereins erwartete. Ob die wohl auch so stark waren wie seinerzeit Merzhausen? Wir jedenfalls mussten mit Graham, Oleg und Roman drei unserer stärksten Stammspieler ersetzen. Das ließ nichts gutes erahnen. Dank Friedemann, Matthias und Ela, die einsprangen, waren wir allerdings vollzählig.
Also losgelegt mit unserem zweiten Freiburg-Test, die Aufstellung zeigte, dass die Heimmannschaft zwar auch nicht in Bestbesetzung, aber schon eindeutig favorisiert antrat. Egal. Manchmal Wunder und so...
Wie so oft hielten wir die ersten beiden Stunden dagegen. Allerdings zeichnete sich an dem ein oder anderen Brett schon ab, dass es hier sehr schwer werden würde, Friedemann (6.), Matthias (7.) und ich (4.) hatten jeweils einen Bauern eingebüßt, Ahmed (1.) zwei gewonnen, aber um den Preis einer sehr beengten Stellung. Der Rest sah kein großes Ungleichgewicht. Thomas (2.) hielt seinen Gegner auf Distanz, im Endspiel hätte er bei deutlich schlechterer Zeit vielleicht die ein oder andere Chance gehabt, mehr aus der Partie herauszuwringen. Aber überziehen wäre auch nicht schön gewesen. Folglich die Punkteteilung (0,5:0,5). Eine Zeit lang hielten wir dem Druck noch stand, doch dann brachen alle Dämme: Friedemann, Ela (8.), Ahmed – in horrender Zeitnot – und ich wurden nacheinander einfach zusammengeschoben. Damit war der Mannschaftskampf entschieden: 0,5:4,5. Es blieb nur, Schadensbegrenzung anzustreben. Immerhin konnte Christian (5.) wie auch Thore in zeitweilig ganz leicht besserer Endspielposition remisieren (1,5:5,5), auch Matthias hielt bis in die sechste Stunde durch mit seinem frühen Minusbauern, ließ dann jedoch seinen Läufer stehen. 1,5:6,5 – das war heute nicht unser Tag.
Und so fuhren wir bei fast schon wieder bei Nacht, auf jeden Fall aber Nebel, zurück nach Hause.
In Merzhausen war es besser, bleibt abschließend festzuhalten, schachlich sowieso, aber auch die so wichtigen Nebenaspekte eines Mannschaftskampfs überzeugten: Das Spiellokal dort war wesentlich besser geheizt (man müsste in Zähringen mal die Luft aus den Heizkörpern lassen), in der (fensterlosen) Toilette ging nicht ständig das Licht aus, und der Kaffee in Merzhausen schmeckte auch einen Ticken besser. Irgendwie aromatischer, bekömmlicher, und nicht so bitter nach "Klatsche"...
Wie geht´s weiter? Am 22.3. steht mit dem SK Wiehre unser dritter Freiburg-Test an, Gottseidank Zuhause. Die Wiehrer stecken wie wir tief im Abstiegskampf. Es geht also um viel, man will ja schließlich auch nächste Saison wieder Testberichte über Freiburger Schach und Schachlokalitäten in der Landesliga schreiben dürfen.
(Reinhold Hall, 22.2.2026)